Burkina Faso

In Porga wollten wir dann ein Tro-Tro nach Ougagadougou nehmen, aber immer wenn wir unser Gepäck dann in ein Tro-Tro geladen hatten und Platz genommen hatten, fiel dem mate ein, das er doch nicht nach Ouagadougou fährt und wir mussten wieder aussteigen und alles auspacken. Das ging ungefähr dreimal so, dann hatte ich die Nase voll und hab meinem Freund die Umlade-Aktionen überlassen, während ich mir die LKW-Zollstation angeguckt hab und ein paar nette Fotos für Papa gemacht. Auf dem Rasthof laufen zwischen den ganzen LKW’s die in fragwürdigen Zustände sind nicht nur bettelnde Kinder umher, sondern auch ganz viele Esel. Bei Sonnenuntergang haben wir dann endlich ein Tro-Tro gekriegt und sind um Mitternacht in Ouaga angekommen, dort haben wir uns ein Hotel genommen und geschlafen und am nächsten ausgeschlafen. Gegen Mittag haben wir und dann aufgemacht um ein bisschen die Stadt zu erkunden, nachdem wir eine Ewigkeit gebraucht hatten um eine Gelegenheit zu finden etwas zu essen, haben wir etwas gechillt und wollten dann eigentlich auf Sightseeing-Tour gehen aber es kam anders. Mein Freund wusste angeblich eine Abkürzung, diese wollte ich aber nicht gehen, weil sie mir zu dunkel vorkam. Aber er meinte da passiert schon nichts, wir sind a in der Hauptstadt. Ok, wenn man mal die Meldungen des Auswärtigen Amtes verfolgt, klingt es nicht ungefährlich was hier passiert und das war auch nicht. Es war eine wenig wie bei Wilhelm Tell „durch diese hohle Gasse muss er kommen“, und er kam auch nur, war er nicht alleine, aber einer von ihnen war bewaffnet, zwar nur mit einem Messer, aber wenn man sich die medizinische Versorgung, bzw. deren Qualität anguckt, dann reicht eine Minischnittwunde zum Verbluten, Amputieren oder Sterben. Ging alles ziemlich ruhig, aber effektiv, mein liebes Handy und ganz schön viel Geld war danach weg und mir wurde klar wie weit meine Naivität mich wieder gebracht hatte. Dieses neue Bewusstsein hat mich dann so verängstigt, dass ich unbedingt sofort das Land verlassen wollte, SOFORT. Also sind wir zurück ins Hotel gestürmt, haben die Sachen gepackt und dann wollten wir ein Tro-Tro oder irgendwas Fahrendes nach Paga um dort die Grenze nach Ghana zu überqueren, es fuhr aber nichts mehr, weil es schon so spät war. Da mich aber mittlerweile so in alles hineingesteigert hatte und um mein Leben fürchtete, im Nachhinein völlig übertrieben, haben wir uns dazu entschieden ein Tro-Tro zu chartern und damit nach Paga zu fahren. Um 3Uhr nachts erreichten wir dann Paga und wer auch immer diese Grenze konstruiert hat, war überarbeitet oder völlig bescheuert, denn man muss ungefähr 3km zu Fuß zurück legen. Alle Grenzen die ich vorher überquert habe haben ein Abschnitt der nur zu Fuß zurückgelegt werden kann, in dem man dann alle Behörden abklappert und seinen Pass stempeln lässt. Aber an musste nie länger als 5Mintuen gehen, jetzt mussten wir 30Mintuen gehen und es war Nacht und heiß und die Rucksäcke waren schwer und als wir dann endlich die ghanaische Seite erreichten, War das Migration Office dunkel und alle Offiziere lagen auf dem Boden und haben geschlafen. Es hat Ewigkeiten gedauert bis sie wach waren und die Computer hochgefahren hatten, aber dann waren wir endlich in Ghana und mein Herz schlug wieder langsamer. Mit dem Taxi fuhren wir dann bis Bolgatanga wo ich den schönsten Sonnenaufgang seit Wochen sah und dass nur weil es in Ghana war. Wir nahmen uns ein Hotelzimmer und schliefen, mein Freund reiste dann morgens nach Tamale von wo er nach Accra flog und ich fuhr gegen Mittag allein mit dem Bus nach Tamale wo ich mit den anderen Volunteers treffen wollte.

22.11.09 11:32

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